Bericht des Schulleiters für die Sitzung des Elternrates am 2.2.2021

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Bericht des Schulleiters für die Sitzung des Elternrates am 2.2.2021

Liebe Eltern,

der Start in das neue Jahr war nun doch in erheblichem Maße durch die Covid-19-Pandemie geprägt. Auch wenn sich die Politik lange dagegen gesträubt hatte, ließ sich auf Grund der Infektionslage eine Schließung der Schulen nicht mehr vermeiden. Damit wurde auch bei uns wieder auf Distanzunterricht umgestellt. Bis zum 14.2., so der derzeitige Stand, wird uns diese Schulsituation erhalten bleiben, wie es danach weitergehen wird, ist derzeit überhaupt nicht abzusehen. Sorge bereiten der Politik die nach wie vor hohen Todesraten und die Möglichkeit der Ausbreitung von deutlich infektiöseren Virusmutationen in Deutschland. 

Nun ist wieder der Computer wichtigstes Bindeglied zwischen Schülern und Lehrern. Rückmeldungen aus dem Kollegium ergeben, dass wir offenbar alle aus den Erfahrungen des ersten Lockdown des letzten Jahres gelernt haben. Für die Kommunikation werden im Wesentlichen E-Mail, Videokonferenzen und das IServ-Aufgabentool genutzt und deren Funktionalität wird überwiegend als gut beurteilt. Die Aufgaben werden durchaus motiviert und erfolgreich von den Schülerinnen und Schülern bearbeitet, das Lernen zu Hause klappt derzeit in weiten Bereichen gut.  

Der Arbeitsaufwand ist dabei für die Kolleginnen und Kollegen deutlich höher als im Präsenzunterricht. Neue Aufgabenformate müssen entwickelt werden und die Unterrichtsgänge sind den Gegebenheiten des Fernunterrichts anzupassen. Dabei lassen sich die im Präsenzunterricht gut erprobten Methoden oft nicht so einfach auf den Distanzunterricht umsetzen. Den Lernenden über die elektronischen Plattformen eine Rückmeldung zu ihren Arbeitsergebnissen und Lernfortschritten zu geben, verlangt ebenfalls erheblich mehr Zeit um den Schülerinnen und Schülern dabei auch gerecht zu werden. Die Schwierigkeit, Arbeitszeit und Freizeit zu trennen, trifft das Kollegium zudem natürlich genau so wie alle in Homeoffice Arbeitenden und ein Großteil des Kollegiums hat, wie Sie, schulpflichtige Kinder.

Die Pandemie ließ auch keine Zeugniskonferenzen in gewohnter Form zu. Die Behörde hatte immerhin die Verwendung eines Videokonferenztools dafür gestattet und so fanden auch die Beratungen über die Zeugnisse vor dem Bildschirm statt, glücklicher Weise ausgesprochen problemlos.   

Die Zeugniskopien haben wir auf Geheiß der Schulaufsicht per Post versandt. Ich hoffe, die Dokumente sind mittlerweile in allen Familien angekommen. Wir werden sie dann, wenn wir wieder in Präsenz unterrichten können, gegen die Originale tauschen.

Genau so wenig konnten die Lernentwicklungsgespräche im Schulgebäude in direktem Austausch durchgeführt werden, Auch hier musste auf elektronische Medien ausgewichen werden. Nach den mir vorliegenden Rückmeldungen hat auch das gut geklappt.

Derzeit läuft die Anmeldewoche. Um hier ebenfalls dem Infektionsschutz Genüge zu tun, kann die Anmeldung sowohl per Post, wie auch per Briefeinwurf oder per E-Mail erfolgen. Wenn es sich nicht umgehen lässt, ist, unter Terminreservierung über die Homepage, auch eine Anmeldung im Schulbüro möglich. Hierfür hatten wir schon im alten Jahr eine Softwarelösung gekauft.

Unbeeinflusst von der Pandemie schreiten die Bauarbeiten im Altbau und um den Neubau herum voran. Dabei gibt es gleichzeitig mehrere Baustellen. Im Altbau wird die ehemalige Cafeteria zum Lehrerzimmer umgebaut. Aus dem dann frei werdenden alten Lehrerzimmer soll in einem zweiten Schritt ein Bewegungsraum entstehen, um unserem Mangel an Sportflächen abzuhelfen. Hierzu laufen die Detailplanungen. Gleichzeitig entstehen aus dem ehemaligen Cafeterialager und den angrenzenden Räumen neue Bürozimmer für die Schulleitung, mit dem Ziel, das seit Jahren viel zu kleine Schulbüro zu vergrößern. 

Der Bezirk gestaltet derzeit den Bereich um unseren Neubau und den Platz vor dem Billtalstadion neu. Stein für Stein gehen auch diese Arbeiten voran. 

Kurz vor Weihnachten wurden auch die Pläne für den neuen Waldspielplatz fertig. Auf unserer Homepage kann man sich den Entwurf dafür ansehen.

Eine weitere erfreuliche Nachricht ereilte uns zu den Weihnachtferien: Wir erhielten vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung das Gütesiegel „Klimaschule“.

Dazu hatte im Vorfeld eine Arbeitsgruppe in intensiver Diskussion einen Antrag formuliert und einen Handlungsplan entworfen. Nachdem die Schulkonferenz diesem Antrag zustimmte, befanden auch die Gutachter des Landesinstitutes diesen für gut. 

Nun beginnt aber erst die eigentliche Arbeit, wir müssen uns an unseren Meilensteinen   in zwei Jahren  messen lassen, um das Gütesiegel zu behalten. Die Klima-AG unserer Schule hat dieses Ziel aber fest im Blick.

In welcher Form wir in den nächsten Wochen Schule machen werden, ist äußerst unsicher. Vorsichtshalber haben wir alle Elternabende des nun beginnenden 2. Halbjahres und auch die Informationsveranstaltungen für die kommenden 10. und 11. Klassen als Videokonferenzen geplant. So sind wir in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Bitte bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. W. Baum