Lui-Navigation

close icon

Geschichte hautnah erleben: Besuch im Tiefbunker Steintorwall

Veröffentlicht am

Am 25. September und 2. Oktober besuchten Zehntklässler:innen den Tiefbunker Steintorwall und begaben sich auf eine eindrucksvolle Reise in die Vergangenheit. Die dreistöckige unterirdische Anlage neben dem Hamburger Hauptbahnhof wurde zwischen 1941 und 1944 als Luftschutzbunker errichtet und während des Kalten Krieges für den möglichen Schutz vor einem Atomangriff umgebaut.

Vor Ort erfuhren die Geschichtsschüler:innen, welche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung bei Luftangriffen getroffen wurden und welche Funktion Bunker im Zweiten Weltkrieg erfüllten. Dabei setzten sie sich auch mit den Lebensbedingungen in den engen Schutzräumen auseinander. Im weiteren Verlauf der Führung lernten die Schüler:innen die Umgestaltung des Bunkers während des Kalten Krieges kennen. Als Reaktion auf die zunehmenden Spannungen zwischen Ost und West wurde die Anlage erneut als Schutzraum für die Bevölkerung hergerichtet und mit insgesamt 2702 Schutzplätzen ausgestattet. Die Tour führte durch zahlreiche der mehr als 150 Räume des Bunkers. Im Gespräch mit unseren beiden Guides gewannen die Schüler:innen Einblicke in die damaligen Schutzkonzepte und die Auswirkungen der Angst vor einem Atomkrieg auf die staatliche Vorsorge in Hamburg.

Angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und der veränderten sicherheitspolitischen Lage in Europa regte die Exkursion zugleich dazu an, historische Erfahrungen mit aktuellen Fragen des Zivilschutzes zu verknüpfen.

Torge Bärenz | Stefanie Hummel