MINT400

01. Mai 2018

Besuch des Hauptstadtforums

In Berlin fand am 22. und 23. Februar ein vom MINT-EC veranstaltetes Wochenende statt, zu dem sich naturwissenschaftlich-technisch interessierte Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland angemeldet hatten. Hierbei durften jedoch nur zwei Schüler pro Schule mitfahren. Und ich hatte das Glück, einer von diesen zu sein.
Herr Groppe, Annika Cielek und ich sind am Donnerstag um 8:36 Uhr am Hauptbahnhof mit dem ICE nach Berlin aufgebrochen. Als wir in Berlin angekommen waren, haben wir erst das Hostel bezogen und sind dann zum Max Delbrück Zentrum für molekulare Medizin gefahren, wo es für alle Teilnehmer ein riesiges Mittags-Büffet gab. Um 15:00 Uhr gab es dann eine offizielle Begrüßung und danach noch einen sehr interessanten Vortrag über den Einsatz von Mathematik in der Krebsforschung.
Nach diesem hatten wir noch Zeit, um uns auf dem aufgebauten Bildungsmarkt umzusehen. Das waren 28 Stände. Zum einen Teil waren das Universitäten, zum anderen Arbeitgeber, aber auch ein oder zwei Jugendorganisationen, die sich an den Ständen präsentiert haben und für die verschiedenen Wege geworben haben, die man nach dem Abitur einschlagen kann.
Danach haben wir uns den Vortrag von Tristan Wirtz angehört, welcher etwas über den Einsatz der ziemlich neuen Technologie von CRISPR/Cas9 in der Gentechnik erzählt hat. Das war ein unglaublich interessanter Vortrag, welcher zwar ein gutes biologisches Grundwissen auf Oberstufenniveau voraussetzte, aber dennoch zumindest grundlegend von einem Zehntklässler verstanden werden konnte.
Am Abend sind wir dann mit dem Shuttlebus wieder ins Hostel zurückgekehrt, von wo aus wir am nächsten Morgen zu den Workshops aufgebrochen sind. Diese haben in etwa sechs Stunden gedauert. Ich habe einen Workshop zum Thema „Programmieren mit Snap" besucht, wobei Snap eine Programmieroberfläche ist, die mit einem visuellen Blocksystem arbeitet und mittels "Drag and Drop" einfach zu bedienen ist. Dort bin ich auch das erste Mal mit computergenerierter „Kunst" in Kontakt gekommen. Es sind dort echt schöne Muster nur durch den gezielt zufälligen Einsatz von Befehlen entstanden. Nach den Workshops hatten wir noch ein wenig Freizeit in Berlin, bevor wir um 20:11 Uhr die Heimreise angetreten sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es ein sehr interessantes Wochenende war und ich durchaus viel Neues gelernt habe. Und was mich sehr überrascht hat zu sehen ist: Wieviel Geld und Aufwand die Unternehmen aufbringen, um die junge Generation von naturwissenschaftlich-technisch Interessierten für sich zu gewinnen. Aber auch wie weit manche Gedankenansätze schon gehen und wie an diesen geforscht wird.

Text: Jarno Draehmpaehl
Fotos: Jarno Draehmpaehl

Vortrag zur Technologie von CRISPR/Cas9


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