Zeitungsartikel

Schüler machen Zeitung

Zeitungsartikel der Klasse 9e

  • Tick, Tack, Tick, Tack...

    von Selin Bakar


  • ... so tickt unsere Bevölkerungsuhr. Pro Sekunde kommen 2,75 Menschen zu der jetzigen Bevölkerung (7,2 Mrd. Menschen) hinzu. Doch wussten Sie, dass 842 Mio. der Gesamtbevölkerung, also jeder 8. von uns, hungrig ins Bett gehen muss? Unsere globale Ernährung ist theoretisch gesichert. Von den weltweit produzierten Lebensmitteln könnte die gesamte Bevölkerung ernährt werden, wäre da nicht das große Verteilungsproblem der Lebensmittel. Zusätzlich können auch Zustände wie Armut, Kriege oder auch Naturkatastrophen den Zugang zu Nahrungsmitteln verhindern. Auch in dem aktuellen Katastrophengebiet, das durch den Haiyan verursacht wurde, ist zu erkennen, wie sehr eine Naturkatastrophe den bereits bestehenden Nahrungsmittelmangel verstärkt. Während die einen um Essen betteln, schmeißen die anderen eine leckere, jedoch braun gefleckte Banane in den Müll! Eine Studie der Universität Stuttgart besagt, dass jeder Mensch in Deutschland jährlich 82 kg Lebensmittel wegschmeißt. Aber das würde doch bedeuten, dass wir jedes Jahr 235 Euro aus dem Fenster werfen, wollen wir das wirklich? Umgerechnet sind das jährlich 11 Mio. Tonnen, also 21,6 Milliarden Euro, die in ganz Deutschland weggeworfen werden. Das würde bedeuten, dass wir jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, direkt wieder wegschmeißen. Wieso machen wir so etwas? Ich habe mich 2 Nachmittage vor einen Lebensmittelhandel gestellt und habe die Kunden nach ihrem Einkauf und Wegwerfverhalten befragt. Mein Ziel war es, herauszufinden, in wieweit sich die verschiedenen Altersgruppen hinsichtlich des Einkaufsverhaltens von einander unterscheiden. Ich wollte herausfinden, wie wir mit den Lebensmitteln umgehen; ob ein Einkauf vorweg geplant wird, wie die gekauften Lebensmittel gelagert oder verarbeitet werden und wann welche Lebensmittel weggeworfen werden. Familien und Rentner gehören zu den Organisiertesten. Sie planen ihren Einkauf vorweg, halten sich während des Einkaufs an ihren Einkaufszettel und lagern ihre gekauften Lebensmittel richtig. Sie werfen ihre Lebensmittel nicht direkt an deren Mindesthaltbarkeitsdatum weg, sondern vertrauen ihren Sinnen und verspeisen das Gekaufte auch noch ein paar Tage später. Junge Paare oder Singles zeigten das typische Einkaufs verhalten auf, welches zu einem verschwenderischen Umgang mit Lebensmitteln führt. Seltene und große Einkäufe sind in dieser Altersgruppe sehr beliebt. Es wurde bewiesen, dass solche Einkäufe dazu führen, dass mehr Lebensmittel am Ende weggeworfen werden. Man kauft bei einem Großeinkauf mehr ein, als man braucht, und kann dies innerhalb des Ablaufdatums meist nicht verspeisen. Auch die Unwissenheit der meisten führt zu einer falschen Lagerung der Lebensmittel, die den Verdirbprozess beschleunigen. Das "First in, First out" Prinzip wird meist nur von Familien oder Rentnern durchgeführt. Das bedeutet, dass der Joghurt der länger im Kühlschrank steht, vor dem neuen Joghurt verspeist werden muss. Meine Recherche ergab, dass etwa 37% der weggeworfenen Lebensmittel Obst und Gemüse, 25% Brot, 16% Milchprodukte, 10% Essensreste, 8% Fisch bzw. Fleisch und 4% Süßigkeiten sind. 32% der Befragten haben angegeben, dass sie nichts wegwerfen, doch kann man dieser Zahl vertrauen? Kleine Kinder müssen sich immer anhören "Iss dein Essen auf, weißt du wie viele Kinder in Afrika verhungern müssen?". Es war nervig früher immer wieder den gleichen Satz zu hören, jedoch merke ich immer mehr, wie wahr dieser Satz ist. Natürlich können wir unsere Essensreste, die wir wegschmeißen, nicht verpacken und an hungernde Menschen versenden. Doch je bewusster wir einkaufen, desto weniger verschwenden wir und je weniger verschwendet wird, desto mehr können wir unser Essen teilen. Für uns ist es selbstverständlich, etwas zu kochen oder etwas zu bestellen, wenn unser Magen knurrt, doch stellen Sie sich vor, Sie haben diese Möglichkeiten nicht. Was dann? Versuchen Sie doch auch mal mit einem Einkaufszettel einkaufen zu gehen, Essensreste mit kreativen Rezepten aus dem Internet wieder zu verwenden oder sich über die richtige Lagerung zu informieren. Wussten Sie, dass Tomaten sich an dunklen, ungekühlten Plätzen länger halten? Vielleicht merken Sie nach einer gewissen Zeit, dass Sie durch diese Punkte weniger wegschmeißen als vorher. übrigens, hatte ich Ihnen gesagt, dass 100 vollgefüllte Badewannen, also umgerechnet 15.000 Liter Wasser, verschwendet werden, wenn Sie ein kg Rinderhackfleisch wegwerfen?


  • Bolivien - mehr als nur Coca!

    von Michelle Band


  • Wahrscheinlich haben Sie sich gerade gefragt, wo Bolivien liegt und wieso es in diesem Bericht um Bolivien geht. Vielleicht haben Sie sogar sofort an Coca gedacht... Aber Bolivien ist viel mehr als nur Coca. Was genau Bolivien alles zu bieten hat, erfahren Sie in die-sem Artikel. Eine Einheimische "Chola" mit Kind auf dem Rücken. Foto: Band Bolivien liegt im Herzen Südamerikas und ist sogar dreimal größer als Deutschland, hat aber nur ca. zehn Millionen Einwohner. Ich berichte über Bolivien, da ich dort mit meiner Familie die Sommerferien verbracht habe und außerdem mit dem Land verwurzelt bin, da ich teilweise boli-vianischer Abstammung bin. Ein Großteil der Reise war also Familien-besuch. Nach über 30 Stunden Flug-zeit und mehreren Zwischenstopps sind wir zunächst in La Paz gelandet. Der Flughafen "El Alto" ist mit 4061 Metern der höchstgelegene Flughafen der Welt. Meiner Schwester wurde schwindelig und sie hatte Atempro-bleme. Sie bekam dort eine Sauer-stoffmaske, die ihr beim Atmen half und es ging ihr nach kurzer Zeit besser. Nach einer Stunde Aufenthalt flogen wir weiter nach Santa Cruz, unserem Zielflughafen. Nach so einer langen Reise wollte ich unbedingt schon am Ziel ankommen und meine Familie begrüßen und umarmen. Wir wurden am Flughafen sehnsüchtig erwartet. Es folgte ein Moment voller Freude und Tränen. Wenn man in Bolivien ist, kommt es einem erstmal so vor, als wäre man in einer ganz anderen Welt. Dieses Land ist komplett anders als Deutschland. Die Straßen, Menschen und Kultur, es ist einfach alles anders. Auch wenn wir sehr selten nach Bolivien fliegen, fühle ich mich sofort wie zuhause, da die Leute sehr herzlich und aufgeschlossen sind. Die meisten Leute sind Indianer oder indianischer Abstammung und viele sprechen andere Sprachen, aber die Amtssprache ist Spanisch. Auf den Straßen leben viele Bettler. Durch Obst- oder Gemüseverkauf, versuchen viele Händler zu überleben. Sie tragen verschiedene Trachten und kommen aus unterschiedlichen Regionen. Mir taten diese Menschen Leid, da sie sich jeden einzelnen Boliviano (so heißt die Währung) mit Mühe verdienen müs-sen. Vergleicht man das monatliche Durchschnittseinkommen zwischen Deutschland und Bolivien, erkennt man einen gewaltigen Unterschied. In Deutschland sind es ca. 1300 Euro und in Bolivien umgerechnet ca. 120 Euro. Bolivien zählt zu den ärmsten Ländern Lateinamerikas und Evo Morales, der erste Präsident indianischer Abstam-mung, versucht mit seiner sozialis-tischen Politik die Armut zu bekäm-pfen. Ich hatte ein unvergessliches Erlebnis, dass mich sehr berührt hat. Einmal waren wir unterwegs und hatten ein Brot bei uns, das wir jemandem schenken wollten. Wir sahen mehrere Kinder spielen. Als sie uns bemerkten, stürzten sie auf uns und stritten sich um das Brot. Mir war sofort bewusst, wie gut wir es in Deutschland haben und dass sich hier niemand um ein Brot streiten würde. Neben den Großstädten La Paz, Santa Cruz und Cochabamba, hat mir beson-ders die Fahrt nach "ToroToro", gefal-len. Toro Toro ist ein Dorf und zu-gleich ein Nationalpark, in dem hunderte von Dinosaurierspuren zu sehen sind. Dort waren wir auch in einer riesigen Tropfsteinhöhle, in der wir mit einer Spezialausrüstung bis zu einem unterirdischen See mit den sogenannten "blinden Fischen" gelangten. Dieses war extrem abenteuerlich. Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war die Fahrt zum Titikakasee, dem höchst gelegenen, schiffbaren See der Welt. Eine "Chola" sitzt auf einem Felsen am Titikakasee. Foto: Band Vom Dorf Copacabana am Titikakasee, sind wir mit einem Boot zur Sonnen-insel gefahren. Dort sahen wir Ruinen aus der Inkazeit. Es war für mich eine unvergessliche und faszinierende Zeit in Bolivien mit beeindruckenden Erlebnissen. Ich ver-misse dieses wunderbare Land, aber besonders meine Familie. Der Abschied fiel mir schwer, da ich nicht wusste, wann wir wieder zurückkehren würden. Obwohl Deutschland meine Heimat ist und ich mich hier sehr wohl fühle, habe ich bei dieser Reise Bolivien noch bes-ser kennengelernt und festgestellt, dass dieses Land viel mehr ist als nur Coca...Glauben Sie mir!


  • Elektroautos - sind sie wirklich umweltfreundlicher?

    von Finn Beyer


  • Das Auto mit Verbrennungsmotor bekommt starke Konkurrenz. In Deutschland kommen jährlich mehr und mehr Elektro-autos auf den Markt. So stellt man sich natürlich Fragen: Warum sollte man ein Elektroauto fahren? Wie viel kostet es, elektrisch zu fahren? Wie weit kann man mit einem Elektroauto fahren? Warum ist elektrisches Fahren besser für die Umwelt? Warum sollte man ein Elektroauto fahren? Immer knapper werdende ölvorkommen und die Veränderung des Klimas zwingen uns dazu, uns eine neue Art der Fortbewe-gung einfallen zu lassen. Das elek-trische Fahren ist eine Möglichkeit. Viele Städte versuchen, die Luftver-schmutzung zu verringern, indem sie die Auflagen für die Abgaswerte der Autos verschärfen. Doch mit einem Elektroauto muss man sich darüber keine Gedanken machen, denn elektrisches Fahren ist tatsächlich eine große Entlastung für unsere Umwelt. Wie viel kostet es, elektrisch zu fahren? Beim Umstieg auf elektrisches Fahren ist es sehr wichtig zu wissen, wie viel Geld man wirklich für ein elek-trisches Auto und das Fahren damit ausgeben muss. Die Anschaffungskosten für ein Elektroauto sind zwar höher als für ein konventionelles Auto, doch ein Elektroauto ist sowohl im Ver-brauch als auch in den Wartungskosten weitaus günstiger. Das heißt, es lohnt sich, sobald das Elektroauto eine gewisse Strecke gefahren wurde. Wie weit kann man mit einem Elektroauto fahren? Die meisten Menschen haben Angst, mit einem Elektroauto stehen zu bleiben. Die Reichweite der Autos hängt sowohl von der Marke als auch vom Modell ab. Es gibt meist große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. So kann der vollelektrische Nissan Leaf 2.0 bis zu 199km weit fahren, der Tesla Model S dagegen mehr als das Doppelte, ganze 480 km. Wer trotzdem Angst hat, mit einem vollelektrischen Modell stehen zu bleiben, kann sich für ein Elektroauto mit Range Extender entscheiden, z.B. den BMW i3. Dieser Motor springt an, wenn die Batterie leer ist und lädt diese während der Fahrt wieder auf. Er ist praktisch eine Art Notstromaggregat für den Elektroantrieb. Wer jedoch bei leerem Akku längere Autobahnstrecken fahren will, muss sich auf viele Tankstopps und einen dramatisch höheren CO2-Ausstoß einstellen. Warum ist elektrisches Fahren besser für die Umwelt? Jeder Kilometer, der mit Strom statt mit Benzin gefahren wird, reduziert die Luftverschmutzung und belastet das Klima weniger. Das liegt daran, dass Elektroautos keine Emissionen wie CO2, Stickstoff und Feinstaub verursachen. Dies ist besonders wichtig für große Städte, weil gerade dort die Luftver-schmutzung sehr hoch ist. Geladen mit Strom aus konventioneller Stromerzeu-gung stößt z.B. der i3 von BMW 77,4g CO2/km aus. Dieser Wert hängt aller-dings stark von der Art der Stromer-zeugung ab und kann entsprechend variieren, sich sogar verdoppeln. Zum Vergleich liegen sparsame Kleinwagen mit konventionellem Antrieb bei ungefähr 100g CO2/km. Außerdem machen Elektroautos keinen Lärm. Fazit Jeder, der die Umwelt schonen will, sollte darauf achten, dass er nicht nur ein Elektroauto fährt,sondern auch umweltfreundlichen Strom bzw. Strom aus regenerativen Energien nutzt. Umweltfreundlich bedeutet aber nicht gleich langweilig, da die elektrischen Autos aus dem Stand heraus durch ihr hohes Drehmoment für großen Fahrspaß sorgen.


  • Politikunterricht auf der Straße?

    von Leon Breidenbach


  • Knapp tausend Schüler werden am 12. Dezember für die Flüchtlingsrechte demonstrieren. Dafür schwänzen sie den Unterricht. Doch ist dieser Politikunterricht auf der Straße sinnvoll? Unter dem Namen "Refugee Schulstreik Hamburg" findet am kommenden Donnerstag ein Schülerstreik statt, mit dem Ziel, Abschiebungen der Flüchtlinge zu stoppen und ein Bleiberecht für alle zu garantieren. Anstatt das Geld in den Grenz-schutz zu investieren, solle es für die Bekämpfung der Fluchtursachen ausgegeben werden, so ein Teilnehmer der Demonstration. Mit solchen Forderungen verlegen die Schüler den Politikunterricht an diesem Tag auf die Straße. Laut dem Auszubildenden Taro Tatura würden die Schüler bewusst gegen die Schulpflicht verstoßen, weil das Thema Abschiebung sie direkt betrifft. Im Jahr 2013 wurden bereits 31 Minderjährige in Hamburg abgeschoben. Durch das Fehlen im Unterricht soll Aufmerksamkeit erregt und ein hoher Druck auf die Politik ausgeübt werden. Die Hamburger Schul-behörde verweist jedoch auf die Schulpflicht. "Man könne den Politikunterricht nicht auf die Straße verlegen", sagt Peter Albrecht, Pressesprecher der Behörde für Schule und Berufsbildung. Manche Lehrer haben dazu eine andere Meinung. Mehrere Beamte haben sich schon öffentlich bei Facebook für die Demonstration eingesetzt und wollen teilnehmen. Sven Slabon, Politik- und Geschichtslehrer des Luisen-gymnasiums in Bergedorf, findet es gut, dass die Schüler sich gerade zu diesem Thema engagieren. Seiner Meinung nach wäre es jedoch glaubwürdiger, wenn ein Unternehmen diesen Streik während der Schulzeit organisiert hätte. Der Grund der Teilnahme könne nur auf dem Fehlen im Unterricht basieren. Politikunterricht auf der Straße bewirkt, dass die Schüler lernen, sich einzusetzen und zu organisieren. "Dadurch, dass die Demonstration ein einmaliges Ereignis ist, habe ich nichts gegen den Streik", sagt Sven Slabon.


  • Elektromobilität in Hamburg

    von Frederik Detje


  • Die Zeiten der Mobilität ändern sich. Jeder bekommt mit, dass die Ressource Erdöl immer knapper wird. Deshalb entwickeln verschiedene Fahrzeughersteller alternative Antriebskonzepte zum konventionellen Verbrennungsmotor. Eine Alternative ist der Elektroantrieb. Dieser bringt Vor-, aber auch Nachteile. Ein entscheidender Vorteil, gerade in den großen Metropolen, ist die Möglichkeit, sich individuell lokal emissionsfrei fortbewegen zu können. Dass das ein wichtiger Faktor ist, sehen wir zum Beispiel in vielen asiatischen Großstädten, in denen Smog herrscht. Ein Nachteil ist die geringe Reichweite der aufwendig herzustellenden Akkus, die jedoch durch Weiterentwicklung noch optimiert werden können. Mehrere Studien haben belegt, dass der deutsche Autofahrer durchschnittlich pro Tag nur circa 63 Kilometer mit dem Auto zurücklegt. Der Trend zu Elektrofahrzeugen ist unumkehrbar und setzte sich immer stärker durch. Das sieht man daran, dass schon zahlreiche Automobilhersteller diesen Antrieb von einer Studie in die Serie übernommen haben. Auch hier gibt es dann unterschiedliche Möglichkeiten, diesen Antrieb in ein Auto zu verpacken. Die meisten Hersteller nehmen ein schon existierendes Modell und verbauen darin Akku- und Elektromotor, beispielsweise VW mit dem e-up. Den anderen Weg geht BMW. Mit dem i3 hat der Hersteller ein komplett neues Auto entwickelt und es auf den Elektromotor abgestimmt. Es kommen Leichtbaumaterialien zum Einsatz und das Thema "nachhaltige Rohstoffe" spielt eine große Rolle. Viele Städte haben sich schon mit Ladesäulen an Parkplätzen aufgerüstet. Als Beispiel gilt die Stadt Amsterdam, die großes Interesse an der elektrifizierten Fortbewegung zeigt. Auch in Hamburg gibt es großes Interesse an Elektromobilität in Form von vielen Projekten wie zum Beispiel "Wirtschaft am Strom". Das Bundes-ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung fördert dieses Thema als Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Rahmen des Programms "Modellregionen Elektromobilität Hamburg". Bis 2020 prognostiziert die Handelskammer Hamburg einen Bestand von 18.200 Elektrofahrzeugen in Hamburger Unternehmen. Damit Elektroautos auch flächendeckend einsetzbar sind, investiert die Stadt Hamburg gemeinsam mit den großen Energieversorgern in ein dichtes Netz von öffentlichen Ladestationen. Laut chargemap.de gibt es aktuell in Hamburg 274 verfügbare Ladestationen. Der Staat gibt ebenfalls Anreize, die für die Anschaffung eines Elektroautos sprechen. Zum Beispiel werden Besitzer eines solchen bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit und das Parken an Ladestationen ist kostenfrei. Im Kapitel Kosten kann ein Elektroauto ohnehin glänzen. Abgesehen vom relativ hohen Anschaffungspreis sind Strompreise verglichen mit Benzinpreisen viel günstiger. Die ersten Schritte in eine neue ära der individuellen Mobilität sind gemacht. Jetzt gilt es, diesen Weg konsequent auszubauen.


  • Catching Fire

    von Marcella Diercks


  • Nach dem viele Fans lange auf den 2. Film der Panem-Triologie warten muss-ten, ist "Catching Fire" sehnlichst erwar-tet am 23. November in die Kinos gekommen. Durch einen Wechsel der Regisseure erwarteten auch viele Kritiker den neuen Film, um ihre zuvor gefassten Meinungen bestäigt zu sehen. Der neue Regisseur Francis Lawrence ("Wasser für die Elefanten") bringt frischen Wind in den 2. Film. Er lässt bereits Bekanntes aus dem 1. Film weg, wie die Sponsorensuche oder die Punktevergabe. Trotzdem hat der Film genauso gute Qualität wie der 1. Film. Auch Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson, die beiden Hauptdarsteller des Films, können wir wieder auf der Leinwand in prächtigen Kulissen und Kostümen erleben. Jennifer Lawrence hat bereits einen Oscar als beste Hauptdarstellerin in "Silver Linings"gewonnen und ist damit die zweitjüngste Gewinnerin in dieser Kategorie. Auch wenn viele der Kritiker ihre Rückkehr zu Panem nach ihren vielen Filmen als Stillstand bezeichnen, liegen sie hiermit falsch. Katniss Everdeen(Jennifer Lawrence) hat im 2. Film noch eine komplexere Rolle an Gefühlen zu Gale(Liam Hemsworth) und Peeta(Josh Hutcherson), wie auch in dramatischen Kampfszenen. Für etwas Abwechslung sorgen neue Darsteller wie Sam Claflin("Snow White and the Huntsman") als früherer Hunger-Games Gewinner Finnick Odair. Durch den neuen Regisseur ändern sich auch die besonderen Augenmerkmale des Films. Garry Ross zeigte die Kampfszenen der Tribute untereinander in voller Länge, sodass die Brutalität mehr zu sehen war. Francis Lawrence hingegen legt sein Augenmerkmal auf die Kampfszenen der Tribute gegen die verschiedenen Gefahren der Dschungelarena, wie der Angriff des giftigen Nebels oder die mutierten Affen. Dadurch wirkt der Film weniger brutal als der 1. und verliert dadurch viel an der Hassaussage gegen das Kapitol, die im 2. Film deutlich stärker vertreten ist als im 1. Film. Nachdem im 1. Film "Tödliche Spiele" Katniss Everdeen die giftigen Beeren aus ihrer Tasche holte. um nicht ohne Peeta nach den Hungerspielen leben zu müssen, sehen dies die Menschen aus den Distrikten als Akt der Auflehnung gegenüber dem Kapitol, da es nur einen Gewinner geben darf. Als nun im 2. Teil die Tour der Sieger startet, ein kurzer Besuch in jedem Distrikt mit Ansprache der Bürgermeister und kurzer Danksagung der Tribute, verlangt Präsident Snow(Donald Sutherland) von Katniss während der Tour das überaus verliebte Pärchen zu spielen und dadurch den Keim einer Rebellion, angeführt durch Katniss als Hoffnung, zu unterdrücken oder ihrer aller Familien wird etwas passieren. Auch wenn Katniss verzweifelt versucht, die Distrikte zu überzeugen, nehmen ihr kaum welche ab, was sie und Peeta sagen, und fangen an, nach Rues, eine gefallene Freundin und Verbündete Katniss aus den 74. Hungerspielen, Melodie zu pfeifen, um ihren Zuspruch für Katniss, aber dadurch gegen das Kapitol zu zeigen. Als Snow beschließt, die beiden töten zu lassen, unterbreitet sein neuer Spielleiter Plutarch Heavensbee(Philip Seymour Hoffman) ihm die Idee beim Jubeljubiläum, den 75.Hungerspielen, alle bisherigen Sieger jedes Distriktes in die Arena zurückzuschicken. Für Katniss heißt das als einzige weibliche Gewinnerin, sie muss zurück in die Arena... Francis Lawrence schafft es, den Kontrast zwischen Arm und Reich besser darzustellen als sein Vorgänger. Während in den äußersten Distrikten die Menschen hungern, werden auf Partys im Kapitol spezielle Kotzdrinks herumgereicht, damit man ja alles probieren kann, denn sonst wäre es doch wirklich eine ungemeine Schande, das gute Essen. auszuschlagen. Auch die Kostüme wurden wieder mit wunderschönen Details versehen, wie Katniss´ Hochzeitkleid, welches sich beim Drehen in einen schwarzen Spotttölpel verwandelt. Auch die Visagisten leisten gute Arbeit. Gut zu sehen ist die fabelhafte Arbeit, als die Kamera den zerschundenen Rücken Gales zeigt und auch die Brutalität des Kapitols wird dort gut sichtbar. Auch dass der 3. Band in zwei Filme aufgeteilt wird, es dort keine Hungerspiele mehr gibt und sich Francis Lawrence einem noch anspruchsvolleren Szenario widmen kann, wird ihm wohl sehr gefallen. Er hat es geschafft, das Niveau der Panem-Triologie zu halten.


  • Unsere Kleidung

    von Joanna Dill


  • Von der Produktion der Baumwolle bis zur Herstellung der Kleidung. Die Herstellung von Kleidung ist in vielen Fällen mit unfairem Handel, unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Umweltproblemen verbunden. Spätestens nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Dhaka, Bangladesch, wo über 1.000 Menschen gestorben sind, sollten wir uns alle fragen, wie und unter welchen Umständen unsere Kleidung hergestellt wird. Doch warum wurden viele Menschen erst nach dieser Katastrophe in Bangladesch auf die Produktion und den Handel mit Textilwaren aufmerksam? Ein T-Shirt, dass 5,99 € kostet, kann unmöglich unter fairen Arbeitsbedingungen produziert sein. Bei so niedrigen Preisen sollte man sich klar sein, dass diese Kleidung unter Arbeitsbedingungen hergestellt wurde, wo Löhne bezahlt werden, von denen man nicht leben kann. Hohe Preise sind allerdings keine Garantie dafür, dass menschenwürdig produziert wurde. Der Preis sagt nichts über die Qualität der Herstellung der Ware. In der eingestürzten Fabrik in Dhaka ließen nach Recherchen von ARD-Reportern Billigmarken wie Kik oder Primark produzieren, aber auch Produkte von Mango und Benetton wurden in den Trümmern gefunden. Die Herstellung unserer Kleidung beginnt schon in der Produktion von beispielsweise Baumwolle, aus der der größte Teil der Textilien produziert ist. In vielen Ländern arbeiten Kinder und Jugendliche für wenig Geld auf Baumwollplantagen. So mussten auch meine Eltern, die in Turkmenistan aufwuchsen, als Kinder mehrere Monate ihrer Schulzeit dazu opfern, Baumwolle zu pflücken, um ihre wenig verdienenden Eltern mit dem Geld zu unterstützen. Es fehlten die Möglichkeiten, angemessene Schutzkleidung zu tragen, was zu erheblichen Schädigungen an den Menschen und der Umwelt führte. Die giftigen Pflanzenschutzmittel gelangen über den Boden in das Grundwasser und somit ist auch das Trinkwasser dieser Menschen vergiftet. Das führt zu Krankheiten und zum Tod innerhalb der Bevölkerung. Die Kleidung selbst wird oft von Textilarbeiterinnen aus Asien in unsicheren, einsturzgefährdeten Gebäuden produziert. Die Arbeiterinnen und Arbeiter, unter denen häufig auch Kinder sind, schuften lange, machen überstunden und verdienen trotzdem so wenig, dass sie teilweise nicht mal ihre Familie ernähren können. Die Frage ist, was wir selbst dagegen tun können. Der erste Schritt ist immer, sich zu informieren und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass unser Kaufverhalten einen großen Einfluss auf die Zustände in der Welt hat. Viele tragen ihre Kleidung nur wenige Male, dann muss etwas Neues her, weil die Mode sich geändert hat. Wegwerfen und Neukaufen wird zum Prinzip. Der Deutsche Verbraucher kauft im Schnitt 12 Kilo an Klamotten jährlich. Das entspricht ungefähr 80 T-Shirts, die wir jährlich durchschnittlich kaufen. Da stellt sich die Frage: Brauchen wir wirklich so viel?


  • Jugend am Kabel?

    von Sophie Franzen


  • Es wird oft und viel zwischen den Generationen geredet, doch wenige Themen sind so beliebt wie die Elektronik. Problem: hierbei sind nicht nur die Jugendlichen betroffen, sondern auch die älteren. Inzwischen gibt es in Deutschland kaum noch Personen, die kein Handy oder noch nichts vom Internet gehört haben. Was an sich auch nicht schlecht ist. Nervig oder auch sehr unhöflich ist aber, wenn dann jede freie Sekunde genutzt wird, um nachzusehen, ob eventuell in den letzten zwei Minuten eine Nachricht oder ähnliches angekommen ist. Man will ja nichts verpassen. Um ehrlich zu sein: Ich ertappe mich selbst oft dabei, wie meine Hand Richtung Handy wandert. Wie gesagt, ich will ja nicht uninformiert bleiben... tja, damit bin auch ich infiziert. Doch sind wir das nicht alle ein bisschen? Der Hauptgrund für die Handy-Bewegung ist der, dass man immer auf dem neuesten Stand sein will. Facebook, Whatsapp, Twitter und so weiter sind da natürlich ziemlich hilfreich. Wenn der ganze Freundeskreis zum Beispiel sich über soziale Netzwerke austauscht, dann sind die Personen ohne einen Zugang gewissermaßen ausgeschlossen. Um das zu ändern, besorgen sie sich einen. Und das ist schon das ganze Erfolgskonzept von sozialen Netzwerken und Technikherstellern. Simpel aber extrem wirksam. Denn der Gruppenzwang unter uns Menschen ist eine Sache, auf die man immer zählen kann. Ich selbst kann die Handy-Bewegung in meinem Umfeld mitverfolgen und bemerken, dass es stärker wird. Das ist mir aufgefallen und damit auch eine starke Ironie. Denn während wir im Internet nach Neuigkeiten gucken, verpassen wir gerade die, die dann vor unserer Nase passieren. Fazit: Internet schön und gut, aber man sollte der echten Welt gelegentlich den Vorzug geben wenn man nicht die wirklich wichtigen Dinge verpassen will.


  • Wer soll das bezahlen?

    von Moritz Güthe


  • Der Koalitionsvertrag belastet einseitig die nachfolgenden Generationen Noch nie wurde in einem Wahlkampf das Wort Gerechtigkeit so häufig verwendet. Da kommt die Frage auf, inwiefern der Begriff Generationengerechtigkeit im Koalitionsvertrag der Union und SPD vertreten ist. Generationengerechtigkeit besagt, dass die Gesellschaft auch an die nachfolgenden Generationen denkt und Gelder in deren Zukunft investiert. Beispielsweise in die marode Infrastruktur. Die Straßen Deutschlands sind alt und brüchig, und Abhilfe soll nun die neue und umstrittene PKW-Maut bringen. Doch Kritiker behaupten, es sei nicht einmal gesichert, dass am Ende ein Gewinn für die Staatskasse herausspringt. Denn die Kosten für die überwachung der Grenzstraßen sind so hoch, dass ein Gewinn nicht gesichert ist. Außerdem gibt es nun milliardenschwere Rentenpakete. Es kommt bereits Kritik aus eigenen Reihen: "Ein Verbrechen an der nächsten Generation", meinte Christian Freiherr von Stetten. Nun wird der Gedanke der Rente mit 67 ebenso in die Ecke gestellt und anstelle dessen konnte die SPD ihre Idee der abschlagsfreien Rente mit 63 durchsetzen - geschätzte Kosten: Rund 20 Milliarden. Zudem setzten CDU und CSU die Mütterrente durch - Kosten: Rund 6 Milliarden. Diese soll für alle Mütter und Väter gelten, deren Kinder vor 1992 geboren worden. Das Geld dafür soll wohl ausschließlich aus den Rentenbeitragszahlungen finanziert werden. Doch das funktioniert nur bei einem stetigen Wachstum des Bruttoinlandprodukts. Bei einem Konjunktureinbruch drohen daher Steuer- und Beitragserhöhungen. Politiker wollen gewählt werden, und die meisten Wähler in Deutschland gehen auf das Rentenalter zu. Bei der nächsten Bundestagswahl wird sich bereits das Verhältnis der Jungwähler zugunsten der alten Wähler verschoben haben. Der demografische Wandel wird dieses die nächsten Jahrzehnte sogar noch verstärken. Deutschland kann es sich nicht leisten, Geld für Wahlgeschenke auszugeben, denn Deutschland muss immer mehr Rentner ernähren. Wir haben nicht die Möglichkeit zusätzliche Gewinne aus Bodenschätzen wie Erdöl oder Erdgas zu schöpfen. Vielmehr sollten massive Zusatzinvestitionen in den Bereich der Bildung getätigt werden. Aber es ist doch viel einfacher, Geld auszugeben, sei es erwirtschaftet oder auf Kredit, und den späteren Generationen einen Berg von Schulden zu hinterlassen. Die Politiker haben Angst, Angst davor, nicht gewählt zu werden. Ihre Angst geht sogar so weit, dass viele von ihnen vergessen, wofür sie da sind: Sie sollen durch ihr Handeln Probleme lösen und keine für die nächsten Generationen schaffen. Der heutigen Jugend sollte sich daher die Frage stellen: Wer soll das bezahlen?


  • Wenn einem die Seele schmerzt

    von Laura Hahne


  • Sie rennt in ihr Zimmer weinend, schlägt die Tür zu und verschließt sie. Voll tiefer Trauer und kaltem Hass öffnet sie die kleine Kiste in der hintersten Ecke ihres Kleiderschranks. Es packt sie wie ein Adrenalin-Rausch und ihre Hände beginnen zu zittern. Sie setzt die Klinge zum Arm. Und mit jedem Schnitt kann sie sich endlich wieder mehr spüren und etwas von dieser Leere loslassen. Immer tiefer und tiefer. Je mehr Blut, umso stärker die Bestätigung und die Bestrafung. Denn in ihrem Kopf ist sie es, die für alles die Schuld trägt, die nie gut genug ist. Ein viel zu unausgesprochenes Thema: Ritzen. Ein Großteil der Gesellschaft ist darüber unwissend, sodass weitestgehend Meinungen wie: "Nur dumme Emos ritzen sich!" bestehen. Tatsächlich ist Ritzen oder selbstverletzendes Verhalten (SVV) eine psychische Krankheit und besonders in der jetzigen Generation weitverbreitet. Schätzungsweise 800.000 Menschen in Deutschland haben sich mehrere Male in ihrem Leben selbst verletzt und eine immer steigende Zunahme beobachten Kinder-und Jugendpsychiater in den letzten 30 Jahren. Am meisten verletzen sich Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren. Auffällig ist, dass besonders Mädchen betroffen sind, was damit zu begründen ist, dass Frauen, anders als Männer, Aggressionen eher gegen sich selbst richten. Auch ist SVV häufig ein Bestandteil von Erkrankungen, wie Borderline- oder Essstörungen, an denen auch hauptsächlich Frauen leiden. Doch eindeutig ist die Zahl der Betroffenen in Deutschland nicht, doch man vermutet, dass die Dunkelziffer weitaus höher liegt, da selbstverletzende Menschen oft ihr gestörtes Verhalten verstecken. Tatsächlich gilt jeder vierte bis fünfte Jugendliche, der sich selbst verletzt, als nicht gefährdet. Eltern sind oft ahnungslos und unaufmerksam und zu sehr abgelenkt vom Beruf und Alltag. Doch es gibt bestimmte Signale, die auf eine SVV hinweisen können, wie zum Beispiel, das ständige Tragen langärmliger Oberteile auch bei warmen Temperaturen oder beim Sport. Auch ziehen oft Betroffene die ärmel bis hoch zu den Daumen. Ebenfalls ein Signal können blutbefleckte Kleidungsstücke oder Möbel sein. Oft sind diese Personen sehr still, zurückgezogen und verschlossen und könnten niemandem jemals was zuleide tun - außer sich selbst. Aber auch besonders fleißige, überehrgeizige, perfektionistische Menschen sind oft betroffen. Für jede außenstehende Person, die sich nie selbst verletzt hat oder sich nicht mit diesem Thema beschäftigt hat, ist es unverständlich, wieso man sich absichtlich Schmerzen zufügen sollte und noch weniger, wieso man nicht aufhören könne damit. Die genauen Ursachen für SVV sind bei jeder betroffenen Person unterschiedlich. Oft entsteht es durch belastende und überfordernde Ereignisse mit denen der Betroffene nicht umzugehen weiß, dass können traumatisierende Erlebnisse, wie Missbrauch sein, die Trennung der Eltern, aber auch schon ein einfacher Konflikt mit der Familie. Das Ritzen befreie die Betroffenen von seelischem Schmerz und löse die Anspannung und den Druck für den Moment. Sie haben das Gefühl, sich wieder mehr zu spüren und wieder ein Gefühl zu haben statt einer grauen, inneren Leere. Auch bestrafen sich manche Betroffene mit dem Ritzen, weil sie sich für alles die Schuld geben. Eine ganz gegensätzliche Ursache kann das Streben nach Aufmerksamkeit sein, wobei die Betroffenen dann das SVV nicht verstecken. In den meisten Fällen können die Betroffenen nicht mehr aufhören, aber woran liegt das? SVV hat einen Suchtcharakter, denn es löst in einem Endorphine aus, denn der Körper entwickelt diese bei Verletzungen, um zunächst den Schmerz zu unterdrücken. Doch trotzdem kann man mit viel Disziplin und überwindung SVV besiegen. Therapeutische Hilfe wird empfohlen, weil hier Ursachen für das SVV gefunden werden können und auch, wie der Betroffene mit Problemen anders umgehen kann. Bei besonders ausgeprägten Fällen kann auch eine stationäre Therapie in einer speziellen Klinik aufgesucht werden. Diese Kliniken bieten auch eine Notaufnahme an, denn Suizidgedanken sind nichts Ungewöhnliches bei SVV. Je früher SVV erkannt wird, desto schneller kann es behandelt werden und man hat bessere Heilungsaussichten und kann damit ein chronisches Ritzen verhindern. Hilfe ist genug da - doch nur zu wenige, die sich trauen, sie zu nutzen.


  • Kioske verkaufen Alkohol und Tabak an Minderjährige

    von Sigrun Höfelmeier


  • Jugendlichen Alkohol zu verkaufen, ist verboten und wird mit einer Geldstrafe oder sogar mit Freiheitsberaubung bestraft. Trotzdem verkaufen viele Kioske Alkohol und Zigaretten an Minderjährige. Für diese ist ein Alkoholrausch weitaus schädlicher als für Erwachsene. Viele innere Organe, vor allem das Gehirn, die Leber oder die Bauchspeicheldrüse werden in ihrer Entwicklung stark geschädigt. Je früher mit dem Alkoholkonsum angefangen wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine spätere Abhängigkeit. Ich selbst habe den Versuch gestartet und bin mit meinem 14-jährigen Mitschüler zum nächsten Kiosk im Osten Hamburgs gegangen, um Alkohol und Zigaretten zu kaufen. Verschiedene Biersorten standen direkt in der Mitte des Geschäftes. Ich nahm mir mehrere Dosen Pilsener und zwei Bierflaschen mit Tequila-Geschmack und ging damit, selbstsicher den Verkäufer anblickend, zur Kasse. Zu meiner überraschung, fragte er mich nicht nach meinem Alter, obwohl ich vor einigen Tagen erst 15 Jahre geworden war. Die Spirituosen und der Tabak befanden sich hinter dem Tresen, also nicht in meiner Reichweite. Mein Mitschüler verlangte fünf kleine Schnäpse und eine Packung Zigaretten. Ich hatte mir schon eine Ausrede überlegt, falls der Verkäufer einen Ausweis verlangen sollte. Erstaunlicherweise bekamen wir alles. Dabei sind diese Produkte erst ab 18! Auch andere Freunde erzählten, dass sie in verschiedenen Kiosken, ebenso leicht an Alkohol und Tabak gekommen waren. Um sicherzustellen, dass solche Vorkommnisse nicht so häufig vorkommen, müssten regelmäßige Kontrollen in Kiosken durchgeführt werden. Auch eine bessere oder immer wiederkehrende Aufklärung für Jugendliche könnte hilfreich sein.


  • Der Trend des Winters: Häkeln

    von Lea Hopf


  • Häkeln ist der neue Trend des Winters, es hat schon lange keinen "Oma-Touch" mehr. Immer mehr junge Leute verfallen in Häkellaune. Vor allem Männer sind vom Häkeln, aber auch vom Stricken, begeistert. Zwei sportbegeisterte junge Männer entdeckten 2009 in Japan das Häkeln für sich. Diese beiden jungen Männer Thomas und Felix verdienen ihr Geld mit bunten gehäkelten Mützen. Die Rede ist von den Erfindern der "myboshi" Mützen, benannt nach dem japanischen Wort für Mütze "boshi". "myboshi" hat die richtige Mütze für jeden, ob Fuji, Samo, Niseko oder auch Osaka. Viele verschiedene Kombinationen aus Form und Farbe machen eine "Boshi"-Mütze einzigartig und sie ist nicht nur eine Mütze von der Stange, die jeder trägt. Eine "Boshi"-Mütze ist eben etwas ganz Besonderes. Durch diese beiden jungen Männer ist das Häkelfieber geweckt und jeder erstellt sich sein persönliches, modisches Accessoire, das nicht mehr nur wärmt. Häkeln ist mehr als eine Beschäftigung, die man alleine und auch in einer Gruppe bei einem gemeinsamen Treffen ausführen kann. Auf der Website www.myboshi.net kann man für rund 40€ seine individuelle Mütze zusammenstellen. Wer Lust hat, sucht sich die passende "myboshi"-Wolle aus und legt selber gleich los.


  • Syrien

    von Cèline Ketfi


  • Wie Christen das Fest der Liebe im Krieg feiern Jeder von uns kennt Syrien. Das Land in dem seit fast drei Jahren ein Bürgerkrieg herrscht. Wahrscheinlich denkt man dabei an viele Dinge wie Tote, den Rebellen oder an den Präsidenten Assad. Aber wer denkt dabei schon an Weihnachten? Dabei leben in Syrien rund 1,7 Millionen Christen, die Weihnachten genauso gerne feiern wie wir. Aber wie feiert man das Fest der Liebe und des Friedens in einem Land in dem täglich viele Leute sterben, verletzt oder vertrieben werden? Traditionell feiert man Weihnachten in Syrien am 25.Dezember und obwohl die Christen in Syrien eine Minderheit sind, ist Weihnachten ein staatlicher Feiertag. Bevor der Krieg ausbrach, sah man in der Vorweihnachtszeit viele Menschen auf den Straßen. Sie kauften Weihnachtsgeschenke und gingen auf den Weihnachtsmarkt. Besonders die Weihnachtsmärkte waren sehr beliebt und man sah sogar Muslime zusammen mit Christen den einen oder anderen Glühwein trinken. Insgesamt ähnelte das Weihnachten der syrischen Christen sehr unserem Weihnachtsfest. Es wurden Plastiktannenbäume aufgestellt und geschmückt, Weihnachtsgirlanden leuchteten in den Fenstern und Kinder freuten sich auf den Weihnachtsmann. Am 25. kam dann die ganze Familie zusammen, um traditionelle Speisen, wie Huhn mit Reis, zu essen. Dann wurden Geschenke ausgepackt und anschließend zogen die Menschen in den Straßen umher, um Freunden und Nachbarn "Frohe Weihnachten" zu wünschen. Am Abend gingen sie in die Kirche und es wurde getanzt, gesungen und gelacht. Doch seit Krieg in Syrien ist können die meisten Christen kein Weihnachten mehr feiern. Es fehlt sowohl an Geld, um Geschenke und Essen zu kaufen, wie auch an Mut auf die Straße oder in die Kirche zu gehen. Viele haben ihr Zuhause oder noch schlimmer ein Familienmitglied verloren. Zudem haben die Christen in Syrien viele Feinde, denn sie unterstützen den Präsidenten Assad, da dieser sie immer ihre Religion hat ausüben lassen. Deshalb werden sie häufig von den Rebellen verfolgt, vertrieben oder gar getötet. Außerdem werden sie gezwungen, ihren Glauben aufzugeben, um zum Islam zu wechseln. In den christlichen Vierteln ist alles verwüstet, keine Lichterketten leuchten mehr und es stehen auch keine Weihnachtsmärkte. Die sonst so fröhlichen Leute bleiben zu Hause, weil sie Angst haben, auf die Straße zu gehen. 150.000 Christen feiern weit weg von ihrem eigentlichen Zuhause, weil sie vor dem Krieg geflohen sind. Viele feiern gar kein Weihnachten mehr. Alles was den syrischen Christen bleibt, ist ihre Hoffnung. Hoffnung, dass nächste Weihnachten alles besser wird.


  • Sportliche Jugend

    von Marcel Kluth


  • "Die Jugend von heute wird immer unsportlicher. Die Kinder sitzen nur noch vor den Computern, gehen nicht mehr nach draußen und klettern nicht auf Bäume." Das oder ähnliches hört man jeden Tag von den Erwachsenen. Naja, auf Bäume können wir mitten in der Stadt zwar nicht klettern, aber Sport im Sportverein machen viele gerne. Man trifft sich mit seinen Kameraden schon vor dem Training auf dem Sportplatz, um noch ein paar Bälle zu kicken oder sich zu unterhalten... wenn man denn einen Sportplatz hätte. Aber in den meisten Fällen ist es so, dass die Vereine nicht genügend Geld für eigene Plätze haben, deshalb auf andere Plätze ausweichen müssen und deswegen die Trainingszeiten nicht selber bestimmen können. Wie bei dem Beispiel der Hamburg Swans: Sie kämpfen schon seit Jahren um einen eigenen Platz zum Trainieren und zum Spielen, aber was die Spieler wollen, interessiert die Zuständigen nicht wirklich. Mal heißt es wir kriegen den Sportplatz am Ladenbekerweg zur Verfügung, dann soll der Platz in Wentorf saniert werden. Mal heißt es wir bekommen 200 000 Euro aus dem Investitionsfond 2020 für unseren Platz dann heißt es wieder, dass das Geld nach Curslack gehen soll. Wie immer streiten die Verantwortlichen, die gleichen, die behaupten, dass die Jugend von heute immer unsportlicher wird und die Swans warten immer noch auf einen eigenen Trainingsplatz, so einen wie ihn die anderen Vereine schon lange haben.


  • Swimming for life

    von Marie Kniehs


  • Was bedeutet es für einen Teenager, den Leistungssport "Schwimmen" zu betreiben? Mattis H. (15) gewährt uns einen Einblick: Der Tagesablauf ist schlicht. Morgens Training von 7:15 Uhr bis 9:30 Uhr, danach Schule bis ca. 16:00 Uhr. Anschließend wieder Training von 16:30 Uhr bis 20:00 Uhr. Ein anstrengender Alltag, bei dem er sich vollkommen verausgabt. Er schwimmt schon sein ganzes Leben lang und ist im Alter von vier Jahren in den Hamburger Schwimm- Club eingetreten. Seit er sieben Jahre alt ist, trainiert er nun am Landesleistungszentrum in Hamburg (Dulsberg). Seine Ziele liegen momentan bei einer Medaille bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften und in ein bis zwei Jahren möchte er dort Gold gewinnen. Die Jugendeuropameisterschaften sind sein großes Ziel für die nächsten beiden Jahre. Momentan tritt er aber auch bei anderen Wettkämpfen an, wie den Hamburger, den Norddeutschen und den Deutschen Meisterschaften. Schwimmwettkämpfe werden auf der Kurzbahn (25m) und auf der Langbahn (50m) ausgetragen. Diese Wettkämpfe beginnen in der Regel schon früh morgens und dauern meistens relativ lange. Fast alle finden an Wochenden statt. Bei Wettkämpfen macht es Mattis auch am meisten Spaß, hier zahlt sich das harte Training aus. Durch das anstrengende Training und die langen Trainingszeiten hat er im Alltag nicht besonders viel Zeit zu entspannen. Dafür nutzt er seine freie Zeit eben anders als die meisten anderen Teenager. Aber nur durch das harte Training kann er seine Ziele erreichen und erzielt seine Erfolge. Seine Freizeit verbringt er nun einmal mit Schwimmen, denn er könnte sich ein Leben ohne diesen Sport nicht mehr vorstellen. Dieser Leistungssport ist extrem anspruchsvoll, sowohl körperlich als auch mental. Es ist die Anspannung vor dem Rennen. Der Druck, den man auf sich selbst ausübt oder den andere auf einen ausüben, ist sehr belastend für jeden, der so einen Leistungssport betreibt. Seine beiden Idole sind die Deibler Brüder; sie sind immer fröhlich und kein bisschen überheblich. Sie verdienen beide sehr viel Respekt, da sie trotz ihrer Leistungen nicht abheben und auch immer Späße machen. Mattis hat Steffen noch nicht einmal schlecht gelaunt erlebt. Steffen und Markus Deibler zählen zu den schnellsten Schwimmern auf der Welt. Beide trainieren wie Mattis in Hamburg-Dulsberg. Was bedeutet es nun also für einen Teenager, den Leistungssport "Schwimmen" zu betreiben? Für Mattis bedeutet es jedenfalls, seine Leidenschaft zu leben. Danke, Mattis, für den Einblick in deinen Alltag und viel Erfolg bei den kommenden Wettkämpfen!


  • Orkan Xaver - Viel Hype um nichts?

    von Robin Kurr


  • Vom 5. - 7. Dezember dominierte ein Thema die Nachrichten, der Orkan "Xaver". Schon bevor der Orkan Deutschland überhaupt erreicht hatte, wurden die Prognosen der möglichen Auswirkungen von vielen heruntergespielt. Auch nach dem Orkan wurden Witze über den "starken" und "gefährlichen" Orkan gemacht. In sozialen Netzwerken, wie z.B. Facebook, wurden Bilder reingestellt, die die tatsächlichen Gefahren, die von dem Orkan ausgingen, gelindert darstellten. Auf einem Bild ist ein Garten zu sehen, in dem ein umgekippter Plastikstuhl liegt. Beschrieben wurde es mit: "Orkan Xaver 2013 | Never Forget", was übersetzt heißt: "Orkan Xaver 2013 | Vergesse ihn niemals ". Der Zustand des Orkans übertraf sogar die Prognosen. Der Pegelstand war einen halben Meter höher, als erwartet, und auf Sylt wurde eine Windgeschwindigkeit von 185 km/h gemessen, obwohl maximal 160 km/h prognostiziert wurde. Dass in Deutschland keine tödlichen Unfälle passierten, lag sicherlich auch daran, dass die Bevölkerung von den Medien stärker gewarnt worden ist, als z.B. bei dem Orkan "Christian". Trotzdem gab es Unglücke in Deutschland. Dazu zählt die Bahnentgleisung in Hamburg Elmshorn, bei der der Zugführer leicht verletzt und die Passagiere unversehrt davon- gekommen sind, was auf jeden Fall ein Glücksfall ist. Außerdem ist ein Bus mit behinderten Schülern von einer Böe erfasst und weggedrückt worden, dabei wurde der Busfahrer schwer verletzt und sechs Schüler leicht. Doch Deutschland ist nicht das einzige vom Orkan betroffene Land. Insgesamt forderte "Xaver" in den anderen Ländern zehn Todesopfer. Dazu zählen drei Insassen eines Autos, die von einem Baum erschlagen wurden, ein LKW-Fahrer, der von einer Böe umgeworfen wurde, eine Mutter mit ihrem Sohn, welche ebenfalls mit einem Auto fuhren,von der Straße geblasen wurden und umstürzten, ein Jäger, der in einem Wald von einem Baum erschlagen wurde und eine tote im Schnee aufgefundene Frau. Die Aussage, dass der Orkan schwächer war, als die Medien verbreitet haben, ist ein Irrtum. Der Orkankern lag nicht wie erwartet über öland, im Süden Schwedens, sondern über Stockholm, also in Mittelschweden. Dadurch war Norddeutschland von den angekündigten Gefahren nicht so stark betroffen wie vermutet, Schweden, Norwegen und die Balkanstaaten umso mehr. Schottland und Polen haben mit je 100.000 von Stromausfällen betroffenen Haushalten die folgenschwersten Auswirkungen. Letzten Endes ist es nachvollziehbar, dass die deutsche Bevölkerung den Orkan nicht so ernst genommen hat, da nicht jeder den Orkan so stark wie angekündigt erlebt hat, trotzdem sollten der Respekt vor den betroffenen Ländern und Personen bewahrt und Witze vermieden werden.


  • Frittenbude- Partymacher mit eigener Meinung

    von Jessica Maier


  • Ende November lieferten die Jungs von Frittenbude im Uebel & Gefährlich, einem der vielen Clubs von St. Pauli, ein gelungenes Konzert ab. Die Menge tobte, als sie endlich ihre geliebte Band zu Gesicht bekam, die gleich mit ihrem Hit "Dies Das (Riesenlöve <3<3<3)" aus dem drittem und derzeit aktuellsten Album "Delfinarium" lospowerte. So schwitzten, sangen, rappten und punkten die Musiker und Zuhörer verschiedener Altersgruppen in zwei Stunden mit zusätzlicher Zugabe, und die spektakulären Lichteffekte, die mit ihren schrillen und knalligen Farben durch die Menge gingen, bestätigten ihren Ruf als Partymacher. Doch sie zeigten uns auch, dass sie nicht nur Party machen, sondern auch zum Denken anregen wollen, indem sie ihre gesellschaftskritischen Songs, wie zum Beispiel "Mindestens in 1000 Jahren" , spielten. Im allgemeinem bezeichnen sich Martin Steer, Johannes Rögner und Jakob Häglsperger, auch unter den Namen Josef Utzenbacher, Rüdiger Streuner und Schranz Beckenhauer bekannt, als "nicht so extrem antideutsch", aber setzen sich dennoch stark gegen rechtsextreme Gewalt ein. Doch auch solche Themen schmücken sie mit einem Beat aus, zu dem man sich einfach bewegen muss. Der nächste Besuch in Hamburg ist wahrscheinlich 2015, hoffen wir, dass dies ihnen auch so gelingt!


  • Oh Tannenbaum!

    von Sophie Marquardt


  • Eines der schönsten Vorbereitungen auf das "Fest der Liebe" ist das Schmücken des Tannenbaumes und ein Fest ohne Weihnachts-baum mit Geschenken darunter ist für viele unvorstellbar. Aber warum genau ein Tannenbaum? Und warum schmücken wir diesen? Schon im alten Rom wurden zum Jahreswechsel die Häuser mit Lorbeerkränzen oder Tannenzweigen geschmückt. Zum einen, um die bösen Geister fernzuhalten, zum anderen weil das Grün die Hoffnung auf den kommenden Frühling symbolisierte. Die Tradition des Weihnachtsbaumes aber beginnt im Mittelalter: Wie auch heute wurden zu Heiligabend Krippenspiele gezeigt, allerdings wurde vorher auch ein anderes Theaterstück zur Schau getragen: das "Paradiesspiel", bei der Adam und Eva von einer Schlange verführt werden, eine Frucht zu essen. Da ihnen Gott dies vorher verboten hatte, wurden sie aus dem Paradies verbannt. Um welche Frucht es sich handelte, war für die Menschen schnell klar: Die Frucht brachte nicht nur Unheil, sie teilte sich mit ihm auch denselben lateinischen Ausdruck. Das Wort "malum" bedeutete übel, Leid, Unheil, aber auch Apfel. Diesen an kahle Laubbäume zu hängen, kam nicht in Frage, da diese Bäume im Paradies stehen sollten. Also nahm man die einzigen "vollbelaubten" Bäume, die es im Winter gibt: Tannenbäume! Nach und nach musste sich der Apfel seinen Platz mit Süßigkeiten, Gebäck und Papierschmuck teilen, um das Abbild vom Paradies zu stärken. Einer Legende zufolge dekorierte ein armer Glasbläser im Jahre 1847 den ersten Tannenbaum mit Glaskugeln. Im Laufe der Jahre setzten sie sich in der ganzen Bevölkerung durch und man findet sie mit vielfältigen Farben, Größen und Mustern. Und egal, ob Sie äpfel, bunte Kugeln oder anderen Schmuck an Ihren Baum hängen, wünsche ich Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest mit einem paradiesischem Weihnachtsbaum!


  • Jugendliche und Violine?

    von Pia Melsbach


  • Eine Geige. Vier Saiten und ein Bogen. Verstaubte Klassik oder doch noch aktuell? Die Violine ist ein altes Streichinstrument, was seine Anfänge im 8. Jahrhundert hatte, aber noch heute gespielt wird. Allen voran David Garrett. Er verbindet klassische Musik mit Rock und Pop auf der Geige. So zeigt er, dass es auch anders als langweilig geht. Seit 2009 begeistert David sein Publikum und findet auch bei den Jüngeren immer mehr Zuspruch. Und nicht jeder Jugendliche muss ein Star sein, um Geige zu spielen. In Hamburgs weiterführenden Schulen musizieren Schüler und Schülerinnen in Orchestern und erfahren so Leidenschaft und Spaß an der Musik. Mittlerweile wird in den Orchestern auch moderne Musik gespielt, so dass die Geige sich ihrem Zeitalter anpasst. Selbst in großen Hits, die im Radio laufen, verwenden Stars, wie Coldplay mit "Viva la Vida" und Tim Bendzko mit "Unter die Haut", Geigen. Dadurch wird das Instrument an die Leute gebracht und veraltet nicht. Vorbehalte gegen Geige und Klassik lösen sich zunehmend. Die Violine ist also immer noch aktuell und geht mit der Zeit.


  • Mama, ich möchte ein Auto

    von Tobias Ruske


  • Normalerweise ist Weihnachten das Fest der Liebe und es geht hauptsächlich um die Familie und das Beisammensein. Doch seit einigen Jahren ist am Weihnachtsfest die Bescherung wichtiger als alles andere und anstatt sich mit der Familie beim Essen zu unterhalten, wollen viele, vor allem Jugendliche, ihre Geschenke haben. Die Familie interessiert nur die wenigsten. So fällt es mir immer öfter auf, dass Leute eher davon erzählen. was sie von ihren Verwandten zu Weihnachten geschenkt bekommen möchten. als über andere Themen, die mit Weihnachten zu tun haben, zu reden. Es ist schade, dass Weihnachten in den Familien nicht mehr so traditionell wie früher gefeiert wird, mit gemeinsamem Essen mit der Familie, und für jeden ein oder zwei Geschenke. Ungefähr 70 Prozent der Deutschen wünschen sich zwar nicht erwerbbare Dinge. wie zum Beispiel Harmonie oder Frieden, doch die 30 Prozent, die sich materielle Dinge wünschen, denken dabei meist an teure Geschenke. Für mich und wahrscheinlich viele andere Menschen ist Weihnachten ohne materielle Geschenke nicht mehr vorstellbar. Um dies zu ändern. sollte man vor allem jungen Menschen zeigen, dass an Weihnachten nicht Geld und Geschenke wichtig sind, sondern die Familie. Also, denken Sie mal darüber nach, ob wirklich teure Geschenke wichtig sind, um Sie glücklich zu machen.


  • Jugendliche

    von Monia Thorning


  • Jeder Jugendliche kennt dieses Gefühl. Man kommt erschöpft von der Schule nach Hause und kaum ist man fünf Minuten im Haus, schon fragen die Eltern wieder, ob man in diesem und jenem Fach nicht noch eine Arbeit schriebe und ob man die Hausaufgaben zur nächsten Woche schon gemacht hat. Viele sind davon angenervt, denn eigentlich wissen sie ja schon selbst, wann die nächste Arbeit ansteht und ob gerade Zeit für die Hausaufgaben ist. Außerdem hat man nach einem langen Vormittag, den man in der Schule verbracht hat, nicht immer Lust, auch am Nachmittag noch Hausaufgaben zu machen. "Sitz doch nicht immer so faul rum!" und "Hast du heute überhaupt schon was für die Schule getan?", sind typische Sätze, die fast jeder Jugendliche regelmäßig zu hören bekommt. Doch nicht nur Eltern stressen mit so etwas. Auch Lehrer können einen manchmal ganz schön unter Druck setzten, indem sie auch mal etwas üppigere Hausaufgaben aufgeben, die dann bis zum nächsten Tag erledigt werden müssen. Da muss man auch mal Verabredungen absagen oder den Sport ausfallen lassen. Oft kommen Jugendliche mit dem Stoff nicht mehr hinterher, weil es einfach viel zu viel auf einmal ist oder man sich auch einfach mal querstellt, weil man nicht immer Lust hat, das zu tun, was die Eltern einem sagen.


  • Die Lust am Töten - Jagd als Hobby

    von Tom Weiland


  • Die amerikanische Reporterin Melissa Bachman hat letzte Woche einen Shitstorm auf Facebook ausgelöst, als sie sich stolz in Siegerpose mit Waffe über einem toten Löwen präsentiert. Sie hat bereits unzählige Bären, Krokodile, Rehe und weitere Tiere erschossen oder mit anderen Waffen erlegt - jedes Mal posiert sie stolz mit dem toten Tier und der Waffe vor der Kamera und teilt diese Fotos mit der öffentlichkeit. Sogar Videos dreht sie während der Jagd, so dass ihre Zuschauer ein Live-Erlebnis der Jagd haben können. Bei vielen Menschen lösen diese Bilder und Videos Erschütterung aus. Auf der kleinen dänischen Insel Tasinge, südlich von Fünen, liegt Valdemars Slot, ein ehemaliger Herrschersitz der dänischen Königsfamilie, heute in Privatbesitz und als Museum für Besucher offen. In den unteren Etagen sind die etwas angestaubten Möbel zu bewundern- unterm Dach allerdings ist ein riesiger Raum vieler hunderter ausgestopfter, toter Tiere, vom Eisbären bis zum Wolf. Ergänzt wird es noch von Fotos stolzer Jäger mit ihrem erlegten Vieh. In der Kinderecke können kleinere Kinder bei einem Malwettbewerb mitmachen - und als ersten Preis ein ausgestopftes Tier ihrer Wahl gewinnen. Man kann sich in einer Liste eintragen, wenn man die Zeitschrift eines amerikanischen Jagdverbandes erhalten möchte. Hier sieht man viele Jäger grinsend vor toten Tieren mit Waffe in Siegerpose. Bachman teilt ihre Lust an der Jagd also mit zahlreichen anderen Hobby-Jägern, die alle gerne und stolz mit Waffe und totem Tier vor der Kamera posieren. Fragt man deutsche Jäger, so dient die Jagd zur Erhaltung gesunder und artgerechter Wildbestände. Man spricht auch nicht vom Töten - es heißt "abschlagen" (Töten eines Hasen durch Schlag auf den Kopf), "abnicken" (Wild durch Stich ins Genick töten) oder "abfedern" (Flugwild töten). Ragnar Kinzelbach, Zoologe an der Uni Rostock sagt dagegen am 28.01.2009 in der Süddeutschen Zeitung, die Jagd sei überflüssig, stelle man sie ein, regulierten sich die Bestände von allein. Durch Hobby-Jäger wie Bachman, die sogar geschützte, vom Aussterben bedrohte Tiere an der puren Lust zum Töten erlegen, ist die gesamte Jagd in die öffentliche Kritik gerückt. Unsere Nachbarn ärgern sich über die vom Marder durchgekauten Autokabel, Freunde meiner Eltern über die im Winter abgebissenen äste durch die Rehe im schön angelegten Garten. Bei vielen gibt es Wild zu Weihnachten auf dem Tisch. Dürfen das Gegner der Jagd?


  • Selbstbewusst sein

    von Julia Wenta


  • Fast alle Menschen wollen dem Schönheitsideal entsprechen. Die meisten wollen wie die großen Stars aussehen, wie ihre Idole, oder wollen einfach nur dazugehören und akzeptiert werden. Viele hungern dafür, manche wollen sogar mehr Gewicht zunehmen, um sich wohler zu fühlen. Aber warum sind die meisten damit unzufrieden, wie sie sind? Viele werden von der Gesellschaft geprägt. Man findet viele Beispiele im Internet, wie Menschen mit Makeln gemobbt werden und auch Fernseh-Sendungen, die schlanke Menschen als begehrt darstellen lassen, hingegen etwas kräftigere als unbegehrt und unattraktiv. Ein weiteres Beispiel ist auch der ,,BMI'' (Body Mass Index). Warum sollten alle dem festgelegten Normalgewicht entsprechen, wenn sie mit ihrem Gewicht, sei es Unter- oder übergewicht, vollkommen zufrieden und dabei auch noch gesund sind. Es gibt noch viele weitere Beispiele, die die Menschen ihr Aussehen in Frage stellen lassen. Diese sind meistens der Grund, warum Menschen, anstatt ihre Makel zu akzeptieren, sie verbessern wollen. Dabei machen gerade die Makel eine Person aus und verschaffen ihr einen Wiedererkennungswert. Viele etwas kräftigere Frauen wollen anderen Mut machen, indem sie bei Schönheitswettbewerben zeigen, dass kurvigere Frauen genauso schön und begehrenswert sein können, wie schlanke Models. Man sollte stolz darauf sein, was man hat und was andere vielleicht nicht haben. Jeder ist anders und niemand ist perfekt. Es wäre sehr langweilig, wenn jeder gleich aussehen würde.


  • Biohasser wollen billig, billig, billig!

    von Nora Wernst


  • Irgendwie wirkt "bio" doch nur elitär: Teurer als "normal" hergestellte Lebensmittel liegen die Bioartikel in besonders gekennzeichneten Regalen im Supermarkt oder werden sogar in extra "Bioläden" verkauft und von der Mehrheit der Gesellschaft als Luxus betrachtet oder für überflüssig gehalten. Ihr Mehrwert ist für die meisten Verbraucher nicht erkennbar: Den so genannten Biosiegeln kann man kaum vertrauen, zumal Skandale um falsch deklarierte Bio-Eier, Fälscherbanden und um Nitrofen-verseuchtes Futtermittel schlagkräftig Argumente für ein berechtigtes Misstrauen liefern. Dennoch wächst die Nachfrage nach Bio-Produkten, die in Deutschland mit lokalen Erzeugnissen kaum gedeckt werden kann, so dass ausländische Produkte importiert werden müssen und die Transportwege im Sinne des Umweltschutzes fragwürdig erscheinen. Aber ist "bio" gleich "bio"? Liegt das Problem nicht eher in der wenig überschaubaren Struktur der Kontrollinstitutionen, die für die Einhaltung der unterschiedlich strengen Richtlinien für Bio-Artikel zuständig sind? Die Marken der Verkaufsartikel sind meist Familienunternehmen aus Deutschland, die sich die verschiedenen Bio-Siegel erarbeitet haben. Im normalen Supermarkt findet man in der Regel nur das weitläufig bekannteste und etablierte 6-eckige-Biosiegel mit dem schwarzen Bioaufdruck und der grünen Rautenförmigen Umrandung. Dieses Siegel ist sozusagen die "unterste Stufe" der Biosiegel. Die Vergabe erfolgt nach strengen Regeln. So müssen zum Beispiel mindestens 95 Prozent der landwirtschaftlich erzeugten Inhaltsstoffe aus ökologisch und biologisch kontrollierter Produktion stammen. Kontrolliert wird außerdem, ob das Produkt tatsächlich direkt vom Erzeuger oder Verarbeiter in eine versiegelte Verpackung kommt. Die Verwendung von gentechnisch veränderten Organismen und ihren Erzeugnissen ist strikt verboten. In der nächst "höheren Stufe" ist das "Bioland-Siegel" etabliert worden. Die Wirtschaftsweise der Bioland-Betriebe basiert auf einer Kreislaufwirtschaft - ohne synthetische Pestizide und chemisch-synthetische Stickstoffdünger und einer artgerechten Tierhaltung, sowie einer schonenden Verarbeitung. Dies ermöglicht eine umweltverträgliche und nachhaltige Lebensmittelerzeugung. Das am strengsten reglementierte Siegel ist das "Demeter-Siegel". Demeter steht für Produkte der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise, die als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung dafür sorgt, dass die Humusschicht kontinuierlich wächst. Das beweisen unabhängige Forschungsarbeiten, die über mehr als 20 Jahre die Unterschiede zwischen konventionellem, biologisch-organischem und im biologisch-dynamischem Anbau untersucht haben.?Die Demeter-Gemeinschaft setzt von der Erzeugung über die Verarbeitung bis in den Handel höchste Qualitätsmaßstäbe. Durch selbst hergestellte, feinstofflich wirkende Präparate aus Mist, Heilpflanzen und Mineralien wird die Bodenfruchtbarkeit in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft nachhaltig gefördert und das charakteristische Aroma der Lebensmittel voll entwickelt. In einer beispiellosen "Co-Marken-Strategie" garantiert Demeter dem Verbraucher die biologisch-dynamische Qualität, während der Hersteller mit seinem Namen für die sorgfältige Verarbeitung bürgt.?Als internationale Bio-Marke ist Demeter auf allen Kontinenten vertreten. Außerdem gibt es zahlreiche Siegel, die für die Auszeichnung eines "fairen Handels" stehen und sich meist mit dem Bio-Siegel verbinden. Der faire Handel stellt sicher, dass die Erzeuger für die gehandelten Produkte mindestens ein von Fair-Trade-Organisationen festgelegten Mindestpreis ausgezahlt bekommen, welcher die Höhe des Weltmarktpreises (Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage) bestimmt. Außerdem wird versucht, langfristige "partnerschaftliche" Beziehungen zwischen Händlern und Erzeugern aufzubauen. Der faire Handel ist ein kontrollierter Handel in dem internationale sowie von den Organisationen vorgeschriebene Umwelt- und Sozialstandards eingehalten werden müssen. Somit ist ein höherer und verlässlicherer Handel gesichert als im herkömmlichen Handel, der sich vor allem auf Entwicklungsländer in Industrieländer konzentriert. Doch es gibt auch viele private Bio-Zertifikate und öko-Siegel, die es vielen schwer macht, echte Bioprodukte von vermeintlichen zu unterscheiden. Deshalb müssen seit dem 1. Juli 2012 alle vorverpackten Biolebensmittel mit dem neuen EU-Bio-Blatt gekennzeichnet sein. Es steht für dieselbe Qualität wie das Bio-Siegel. Gekennzeichnet werden damit nur Produkte, die die EU-Verordnung für biologische Landwirtschaft einhalten. Obwohl das Siegel noch nicht lange auf dem Markt ist, sind viele Verbraucherschützer schon jetzt sehr positiv gestimmt. Denn das Siegel ist neben dem neuen "Ohne Gentechnik"-Siegel das einzig staatliche geprüfte Qualitätssiegel, und kann dem Verbraucher helfen, in dem Dschungel privater Labels und Prädikate, die qualitativ hochwertigen und verlässlichen Produkte zu finden. Bioladen-Ware ist demnach keine normale Massenware. Da die Verbraucher ein völlig falsches Bild von dem was "preiswert" ist, bekommen haben, empfinden sie die Naturkost, bei denen eben auf faire Löhne geachtet wurde, als zu teuer. Das Bewusstsein zu dem, was etwas kostet, entwickelt man erst, wenn man sich selber mit der Handarbeit auseinandersetzt und dabei entdeckt, wie viel Geld es kostet, wenn man sich alle Zutaten oder alles Material selber zusammenkaufen muss und zusätzlich einen Umsatz erwirtschaften muss. Die meisten Menschen streben danach, keinen Cent mehr auszugeben als unbedingt nötig. Auffallend ist, dass bewusst lebende Menschen meist aus höheren Schichten kommen, die einen besseren Zugang zu Bildung haben und somit leichter die Möglichkeit haben, sich über die Hintergründe der Herstellung von Handelsgut zu informieren und das Bedürfnis entwickeln, dies auch zu wollen. Diesem Interesse begegnet eine große Mehrheit der Konsumenten jedoch mit Spott. "Biofuzzi" oder "öko" werden angeblich hoffnungslose Idealisten gerne von Leuten bezeichnet, die eigentlich gar nicht wissen, was "bio" und "Fair Trade" bedeutet. Zudem sparen sie durch ein fehlendes Bewusstsein für Konsumgüter (Nahrung, Kleidung, Genussmittel) an völlig falschen Stellen. So achtet hierbei kaum jemand auf Gesundheit, Qualität, Geschmack und Herkunft. Hinsichtlich notwendig zu erfüllender Bedürfnisse zählt nur, dass alles so billig wie möglich sein muss. An anderer Stelle gibt man hingegen gerne Geld für Zigaretten, Deko-Artikel und elektronische Geräte aus. Um sich ein gewisses Bewusstsein konsequent leisten zu können, müssten jedoch die Löhne steigen. Dennoch bietet die "Bio-Welt" ein weites Spektrum an Alternativen zur gängigen Ernährung für Intoleranz-Betroffene, Diabetiker und Veganer. Bioware ist nicht unbedingt gesund, sie ist vor allem naturbelassen. Ihre Inhaltsstoffe orientieren sich an der Vollwerternährung: vielerlei Vollkornprodukte und Lebensmittel mit wenigen Verarbeitungsprozessen. Man kann hingegen nicht verstehen, warum viele Produkte, denen Zusätze zugefügt wurden oder die scheinbar mehr Arbeitsschritte benötigten, billiger sind, als naturbelassene Produkte. Man muss nicht alles in Bioqualität und Fair Trade kaufen, aber wenn man sicher stellen will, dass die Umwelt geschont wird, Krankheiten nichts mit dem Essen zu tun haben, das man gegessen hat und kein schlechtes Gewissen haben möchte, wenn die neue Hose durch Kinderarbeit und unter mangelhaften Sicherheitsbedingungen für die Arbeiter oder unter grausamer Missachtung von Tierschutz produziert wurde, sollte man diese Zusammenhänge hinterfragen.