Französisch am Lui

Betriebspraktikum in Paris

Seit 2002 haben Schülerinnen und Schüler des Luisen-Gymnasiums die Möglichkeit Berufspraktika in Paris zu absolvieren.

10 Jahre Betriebspraktikum in Paris

Katharina Gipp

2012 Samia Khial in einer Grundschule

Janine Sander

2011 Diana Haidarbaigi und Sabrina Meier im Labor der Frauenhofer Gesellschaft in Paris

Martin Krause

Luisa Sorge an einer Grundschule 2010

Alexander Meins

Annika Schiffner in einer Grundschule 2009

Alexander Meins

Melody Lausen und Mareike Detjens in einem Chemielabor 2008

Alexander Meins

Tassja Heitmann bei einem Architekten 2007

Alexander Meins

Esther Giehl In einem Museum 2006

Alexander Meins

Nadine Mohr in einer Druckrei 2005

Alexander Meins

Melanie Wendt in der Fnac musique classique 2003

Alexander Meins

Martin Krause in einer Computerfirma 2002

Über 10 Jahre Betriebspraktikum in Paris

Entwicklung

Das vor zehn Jahren, am 17. September 2002, gestartet “Pilotprojekt” Betriebspraktikum in Paris ist heute - schon zur festen Einrichtung geworden.
Dabei war es erforderlich, auf die sich durch die vielen Schulreformen ändernden Rahmenbedingungen zu reagieren:
Vor zehn Jahren mussten alle Schüler in der 10. Klassen ein dreiwöchiges Betriebspraktikum absolvieren, das zweiwöchige Auslandspraktikum in Paris wurde parallel dazu angeboten: Sechs Schüler entschieden sich 2002 für ein Praktikum in Paris.
2003, nachdem das Betriebspraktikum in die Klassenstufe 9 vorverlegt worden war, fanden sich noch immer sieben Interessenten für ein Praktikum in Paris. Obwohl sie ein Jahr weniger Französisch-Unterricht hatten, meisterten sie ihre jeweilige Aufgabe souverän.
Ab 2005 wurde das Betriebspraktikum von dem ersten Betriebspraktikum abgekoppelt, in den Mai verlegt, so dass die Schüler der Klassenstufe 9 an einem Austauschprogramm teilnehmen, gleichzeitig die Schüler der Stufen 10 und 11 ein Betriebspraktikum absolvieren konnten.
Inzwischen wird Französisch als zweite Fremdsprache schon ab Klasse 6 unterrichtet, wurde das Zentralabitur eingeführt, die Schulzeit um ein Jahr verkürzt und die Oberstufe reformiert - mit Französisch als eines der profilgebenden Fächer. Trotz dieser vielen Reformen haben wir das Betriebspraktikum in Paris fortführen können, allerdings nur noch für Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse und in einigen Schuljahren etwas verkürzt (wegen der unterschiedlichen Termine für die mündlichen überprüfungen für die 10. Klassen).

Aufgaben und Ziele

Jahrzehnte lang stand beim Schüleraustausch mit Frankreich der Versöhnungsgedanke im Vordergrund. Heute geht es mehr darum, die Grundlagen für die deutsch-französischen Beziehungen von morgen zu legen und die junge Generation auf eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich innerhalb eines erweiterten Europas vorzubereiten und auszubilden.
Aus Sicht der Schule erscheint es uns ein zeitgemäßes Instrument zu sein, Schülerinnen und Schüler bereits in jungen Jahren ein Betriebspraktikum im Ausland anzubieten, um diese Ziele erreichen zu können.
Paris als eine der größten Städte Europas, mit multikultureller Bevölkerung und nicht zuletzt als Wirtschaftsmetropole mit vielen interessanten Arbeitsfeldern und einer großen Attraktivität gerade für junge Leute bietet einen idealen Rahmen für ein Betriebspraktikum.

Durchführung

Um eine aktive Teilnahme der Schülerinnen und Schüler an der Vorbereitung und Durchführung des Praktikums zu erreichen, ist es wichtig, dass sich die Konzeption und Inhalte möglichst nah an den Interessen der Jugendlichen orientieren.
Bei der Auswahl der Praktikumsplätze haben wir uns daher sowohl in Paris als auch in Bergedorf bzw. Hamburg zum Ziel gesetzt, soweit wie möglich auf die Neigungen der Schüler einzugehen. Unsere französischen Kolleginnen in Paris, Mme Mailhes und Mme You ist es unter Mithilfe von engagierten Eltern der Ecole Massillon gelungen, über 20 verschiedene Praktikumsstellen für unsere Schüler zu finden: z.B. im Musee Carnevalet, einem Architektenbüro, einem Reisebüro oder einer Buchhandlung.
Seitdem das Luisen-Gymnasium MINT-Schule ist, haben wir zunehmend naturwissenschaftliche Praktikumsplätze angeboten, z.B. In der Universite Descartes (Abteilung für Gentechnik und Chemie) oder in einer Niederlassung des Frauenhofer-Instituts in Paris.
Auch In Bergedorf bzw. Hamburg haben wir - wiederum mit tatkräftiger Unterstützung von Eltern (stellvertretend danke ich Herrn Lafin und Herrn Falkenberg für ihr Engagement) - vielfältige Berufsfelder anbieten können (z.B. beim Institut für Hygiene und Umwelt der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, beim Spiegel-Verlag , beim Helmholtz-Zentrum Geesthacht Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH. (früher GKSS) und beim Forschungszentrum Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY).
Allerdings wird es zunehmend schwieriger, Praktikumsstellen zu finden: Auf der einen Seite erwarten gerade international arbeitende Firmen von ihren Mitarbeitern in verantwortlichen Stellungen solide Kenntnisse in wenigsten zwei europäischen Fremdsprachen bzw. setzen voraus, dass sich ihre Führungskräfte sicher im Umfeld anderer Kulturen bewegen können. Auf der anderen Seite ist es für diese Firmen in Zeiten, in denen zunehmend Mitarbeiter eher entlassen als neu eingestellt werden, schwierig, freie Kapazitäten für eine Praktikanten-Betreuung zur Verfügung zu stellen.
Unsere Schüler hatten geduldige Ansprechpartner in den unterschiedlichen Berufszweigen, die die Anstrengungen der vergleichsweise sehr jungen Praktikanten aus Deutschland, mit unterschiedlichen Vorkenntnissen, aber offen für das Neue, und bemüht Französisch zu sprechen, zu schätzen wussten. In der Regel haben die Schüler eine positive Rückmeldung von ihren Ansprechpartnern bekommen.
Sicherlich kann ein Berufspraktikum in Paris und Hamburg auf Dauer nur Erfolg haben, wenn alle Beteiligten, Unterrichtende, Eltern und Lernende ihren Beitrag dazu leisten. Wir haben im Laufe der Jahre immer wieder wertvolle Hinweise und tatkräftige Hilfe von allen Beteiligten erfahren. Dafür auch an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!
Doch der Einsatz lohnt sich, denn die Schüler werden dadurch sowohl in ihrer sprachlichen als auch ihrer sozialen Kompetenz gefördert und sind so für ihren Start in das Berufsleben besser gerüstet.

Ab November bis Mitte Dezember laufen die Anmeldungen für das Betriebspraktikum. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen, die das Sprachprofil mit Französisch wählen möchten.

Die Anmeldeformulare erhaltet Ihr bei Euren Französischlehrern.

Margit Hohlt